EINE ROTE SINFONIE...  
   
     
   
     
     
 
Rote bzw. Tortiebirmas sind bereits seit 1985 Programm bei den Las Perlas... mit unserer ersten Tortie Action v. Rococoschloss hatten wir eine Katze, die ein hervorragendes Rot an ihren Nachwuchs weitergegeben hat. In Kombination mit Cepetto hat es einige bedeutende Tortietabbies gegeben. Um hier nur eine stellvertrend zu nennen: Las Perlas-sin Nirvana, die 1990 von einer französischen Katzenzeitschrift als "Bunter Birmatraum" bezeichnet wurde. Dementsprechend hoch sind meine Erwartungen und Ansprüche an die roten Birmchen.
 
     
   
     
 
Als im Jahre 1997 die letzten roten Kitten aus diesen Linien geboren wurden, habe ich eigentlich nicht wirklich realisiert, dass ich nun keine roten Birmas von dieser Qualität haben würde. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt meine Bergamote, eine Sealtortietabby aus der Schweiz, die Chocolate trug. Harmony und Bergamote hatten leider immer recht kleine Würfe und es wurde nur eine einzige Lilactortietabby geboren, die ich nicht behielt. Mit meinem australischen Kater Nicsha Champagne on Ice bekam Motte eine Sealtortietabby "Honey Bee", die ich aus Gründen der Blutauffrischung behielt. Allerdings, war diese Katze Trägerin der Blutgruppe B wie sich mit einem anderen australischen Kater herausstellte.  Daher war klar, dass diese Katze nach nur zwei Würfen kastriert wurde.
 
     
   
     
 
Im Bestreben weiter Torties zu züchten, habe ich mir eine Tochter von Harmony in Bluetortie gekauft. Emma ist eine sanfte Schönheit. Nur leider trägt sie auch mütterlicherseits Gendefekte, die sich bei ihren Wurfschwestern und ihr in vielfältiger Weise zeigten. Aus diesem Grund wurde sie mit großem Bedauern aus der Zucht genommen. Emma ist eine sehr zartbesaitete Birma und sie hatte große Probleme sich mit meinen teilweise sehr bestimmenden Mädels zu arrangieren. Sie kann ihre zauberhafte Persönlichkeit und ihren Charakter bei meiner Arbeitskollegin Irmgard und ihrem Mann voll zum Ausdruck bringen, wo sie mit einer weiteren Birma zusammenlebt. Es fällt mir immer sehr schwer eine Katze wieder abzugeben, aber die Erfahrungen haben gezeigt, dass ich diesen Katzen, die ein Leben als Einzelkatze oder auch Zweitkatze bevorzugen, nicht entgegen ihrem Charakter ein Leben in der Gruppe aus meinen eigenen egoistischen Gründen zumuten sollte.  
 
     
   
     
 
Das Leben ist keine Einbahnstrasse und so hört hier meine Affaire rouge nicht hier auf....
 
     
     
 
Die chocolate Katze meines Bruders, Sarika Choc Truffle, hatte nur zwei Würfe und ich hoffe, ich kann ihn nach den negativen Erfahrungen von Timber's Schicksal noch einmal überreden.... Ich hatte ein lilactabby Mädchen, das ich ursprünglich selbst behalten wollte, einer süddeutschen Züchterin gegeben, die mir misstraute und mir allerlei unterstellte. Ich habe dann diese Katze bei ihr abgeholt. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte ich Kontakt zu einer Züchterin, die diese Katze gerne wollte und die dann bei dieser Züchterin einzog. Mein Wunsch eine Tochter von dieser Katze mit dem creme Kater dieser Züchterin zu bekommen, wurde erfüllt und so bin ich dieses Jahr im Sommer nach München geflogen, um dort die erste lilactortietabby Zuchtkatze der Las Perlas-Cattery abzuholen:
 
     
   
  Estrella Corazon - lilactortietabby... danke, liebe Sandra!  
     
   
     
 
Im letzten Jahr habe ich Andreas Sonnleitner kennengelernt. Ich war in Biella, wo die letztjährige FiFe-Worldshow stattfand, Andreas übergab dort einer ital. Züchterin einen roten Birmakater und ich war total fasziniert von dem exquisiten Rot, das heutzutage sehr selten ist. Für mich stand fest, dass genauso einen roten Birmakater haben wollte. Omar Khayyam ist das Resultat dieser Überlegung.
 
     
   
  Danke, Sandra, für das schöne Foto !  
     
   
     
 
Omar lebt in Hennef bei einer netten Birmafreundin, die eine Bluetabbykatze aus meiner Linien hat und wird den "2. Schritt" meines Zuchtprogramms darstellen.
 
     
   
     
 
Während ich auf Omar's Geburt wartete, hörte ich von einem weiteren roten Birmakater, der nach einer Scheidung ein neues Zuhause suchte. Leider konnte ich auf Grund von beruflichen Gegebenheiten erst im Oktober nach Finnland fliegen, um ihn dort abzuholen. Leena wohnt nur knapp 50 km von unserem Sommerhaus entfernt. Eemeli hat dann noch einen Tag im Sommerhaus verbracht und ist dann mit uns zurück geflogen. Ich habe mir fast den Arm ausgerenkt, weil dieser Kater so schwer ist.
 
     
                                         
  Danke an  Leena Vessman für diesen stattlichen Jungen   
     
   
     
 
Auch Eemeli lebt nicht bei mir, sondern wird nach dem erfolgreichen Zuchtprogramm seiner wahren Bestimmung als gemütlicher Happy Cat in seiner Familie bleiben. Er lebt nicht bei Züchtern. Netterweise markiert er nicht und ist für einen Deckkater sehr freundlich und umgänglich. Er stellt die "1. Generation" dar.
 
     
     
     
   
     
 
Beide Kater haben, obwohl sie aus unterschiedlichen Regionen Europas stammen, gewisse genetische Gemeinsamkeiten in ihren Linien, die mir eine stabile Basis geben werden. Jeder, der mich persönlich kennt, wird wissen, dass beide Kater nicht zufällig ausgewählt wurden, sondern das sehr viel mehr dahinter steckt. Die Kater stehen für keine Fremddeckung zur Verfügung, was u. a. auch mit der Zumutbarkeit für die Familien, in denen die Beiden leben, zu tun hat. Die Catteries in Deutschland, die Nachwuchs aus diesen Verpaarungen erhalten werden, stehen jetzt schon fest.
 
     
     
     
   
     
 
Die Reds erleben gerade in Deutschland ein "Revival" und es erstaunt mich, wieviele Züchter es gibt, die mit roten Birmas beginnen erste Erfahrungen zu machen. Wir haben in Deutschland sehr gute Red-Catteries, die sich, wie es eigentlich richtig wäre, auf die roten Birmas spezialisiert haben. Torties und rote Birmas sind Katzen für Individualisten und manche Tortiemädel haben ein sehr temperamentvolles Wesen. Die roten Kater sind wie dicke Teddybären, extrem kuschlig und schmusig. Wenn man mal einen hatte, dann möchte man immer wieder einen. Die Rotvarianten werden nie der breiten Masse gefallen, so dass es auch immer schwierig ist, für die sehr schönen roten und tortie Liebhabertiere ein Zuhause zu finden. Rote und Torties im Sommerfell sind nie so attraktiv wie ihre Mitschwestern und -brüder ohne Rot. Aber gibt man ihnen Zeit, dann werden aus den farblosen fast weiss wirkenden hässlichen "Entlein", wunderschöne Birmaschwäne.
 
     
   
     
 
Auf die Genetik werde ich hier nicht eingehen. Der Vererbungsgang wird hinreichend in anderen Foren erklärt und man findet im Internet eine Vielzahl an Farbrechnern, so dass das hier nicht nötig ist. Wenn aber eine Frage  hinsichtlich der Vererbung besteht, dann gebe ich hierzu gerne Antwort.
 
     
             
   
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  B.Rode / lasperlas/copyright: 10/2007